Klimagerechtigkeit

Die Atmosphäre unseres Planeten ist ein gemeinschaftliches Gut aller jetzigen und zukünftigen Lebewesen weltweit.

Die Klimakrise zeigt ein dreifach ungerechtes Phänomen auf:

  • Einige wenige Staaten haben mit der Förderung und Nutzung fossiler Energie hauptsächlich zur Klimakrise beigetragen und davon wirtschaftlich profitiert.
  • Die Auswirkungen wie Dürre oder Überschwemmungen sind aber hauptsächlich in ärmeren Regionen im Süden* spürbar. Auch Pflanzen und Tiere, sowie ganze Ökosysteme, die unsere Lebensgrundlagen wie Wasser und Luft bereitstellen, sind stark betroffen.
  • Die EinwohnerInnen dort haben meist kaum zur Klimakrise beigetragen und ihre Möglichkeiten diese einzudämmen und sich daran anzupassen, sind begrenzt.

Demnach gibt es zusammengefasst drei Dimensionen der Ungleichheit, die es gilt hervorzustreichen, wenn wir über das Ziel einer klimagerechten Welt sprechen:

  1. Historische Verantwortung für die Klimakrise.
  2. Verwundbarkeit gegenüber den Folgen der Klimakrise.
  3. Reaktionsmöglichkeiten: Klimawandelanpassung, CO2-Reduktion und klimapolitischer Einfluss.

Etwa ¼ der Menschheit versorgt sich täglich mit Nahrungsmitteln aus der unmittelbaren Umgebung, sei es von den Feldern, Wäldern oder Gewässern. Im Film „HEAT“ von Mari Corrêa berichten indigene Frauen des Amazonas von z. B. Ernteausfällen oder neuen Krankheiten. Infolge von Dürreperioden trocknen Flüsse aus – es fehlt Wasser, die Fischbestände leiden, Reisen und Transporte zur Versorgung werden unmöglich. Anderorts zerstören Stürme Häuser, Strom- und Wasserleitungen, Straßen etc. Die Mittel zum Wiederaufbau fehlen. Oft bleibt nur die Flucht. Doch fast kein Staat der Welt will Klimaflüchtlinge mit einem Asylrecht ausstatten.

Laut Klimaabkommen von Paris, das verbindliche Klimaziele für alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention festsetzt, sollen die ärmsten Länder von den reichen bei Klimaschutz und Klimawandelanpassung unterstützt werden, was aber nur zögerlich passiert. 

Neben den Staaten kann jede Person und Institution einen Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit leisten.

Global denken, lokal handeln

Das Klimabündnis verbindet europäische Städte, Gemeinden und Länder mit indigenen Völkern des Amazonas. Ziel und Zweck dieser globalen Partnerschaft ist der Schutz des Klimas und des Regenwaldes, der als Klimafaktor und Lebensraum wichtig ist.

Unsere Vision ist eine Welt, in der Klimaschutz selbstverständlich ist, die Ressourcen gerecht verteilt sind und alle Menschen sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortungsvoll leben.

Wir setzen uns aktiv für Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und einen nachhaltigen Lebensstil ein. Unser Beitrag ist der Aufbau und die Entwicklung eines globalen Netzwerks von engagierten Städten und Gemeinden sowie lokalen AkteurInnen.

Wir verstehen uns als WegbegleiterInnen: Gemeinsam schärfen wir Bewusstsein, erarbeiten Angebote zum Mitwirken und unterstützen in der praktischen Umsetzung.
 

* Laut dem Klima-Risiko-Index von Germanwatch sind die zehn am stärksten von der Klimakrise betroffenen Länder zwischen 1998 und 2017 Puerto Rico, Honduras, Myanmar, Haiti, Philippinen, Nicaragua, Bangladesch, Pakistan, Indien und Vietnam.

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