42 Gemeinden sowie 19 Bildungseinrichtungen, 7 Organisationen und 4 Regionen haben dieses Jahr in Salzburg an der Europäischen Mobilitätswoche teilgenommen.
Von 16.-22. September fanden unter dem Motto #MeterMachen und dem Jahresthema „Mobilität für alle Generationen“ verschiedenste Aktionen und Veranstaltungen statt, die nachhaltige Mobilitätsformen und -möglichkeiten vor den Vorhang holten und ein starkes Zeichen für barrierefreie und leistbare Mobilität setzten. Wir zeigen euch im Rückblick einige der bunten Veranstaltungen. Edgar war wieder dabei und neugierig auf die vielen Möglichkeiten, sich in Salzburg umweltfreundlich fortzubewegen.
Das Team Vielfalt der Stadt Salzburg setzte bei der Mobilitätswoche 2026 den Schwerpunkt auf das Thema Barrierefreiheit. Unter dem Motto „Alles rollt!“ wurde in der Stadt Salzburg eine Veranstaltungsreihe für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten.
Die Stadt Salzburg setzt aber langfristige Maßnahmen für barrierefreie Mobilität. Erst im Juni wurde im Mirabellgarten eine neue Verbindungsrampe zwischen dem Orangeriegarten und dem Mirabellgarten fertiggestellt.
Am Donnerstag, 17. September, stand im WIFI Salzburg einen Tag lang die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt.
Am Vormittag beschäftigten sich mehr als 100 Schülerinnen und Schüler bei einer Jugendkonferenz im Rahmen des Forschungsprojekts i-MOBYL mit ihren individuellen Wegen durch die Stadt und ihren Vorstellungen, Vorschlägen und Wünschen für eine jugendgerechte Mobilität. Am Nachmittag folgte der Mobilitätstag mit rund 100 Besucherinnen und Besuchern.
Ein zentrales Thema war dabei der Mobilitätsplan 2040. Wie und wohin soll sich der Verkehr in der Stadt Salzburg bis zum Jahr 2040 entwickeln? An verschiedenen Stationen im WIFI konnten sich Interessierte informieren, Fragen stellen und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen.
In vielen Orten fanden Aktionen zur Verkehrssicherheit statt, wie z.B. Geschwindigkeitsmessungen mit der Polizei, Verkehrserziehung, Verteilung von Warnwesten und Radfahrkurse für Volksschulkinder.
In vielen Schulen wurden außerdem klimafreundliche und autofreie Schulwege gesammelt – natürlich mit Aussicht auf Belohnung, wie z.B. in Seeham, St. Margarethen, Seekirchen, Unken, Michaelbeuern, Hollersbach, Thalgau, Radstadt und Saalfelden.
In der Volksschule St. Andrä gab es überhaupt die ganze Woche Programm mit Rad- und Wanderausflügen, Mobilitätsbingo, Verkehrserziehung, Besprechung und Mitgabe des KFV-AUVA-Schulwegplans und die „Süßes oder Saueres“-Aktion mit der Polizei.
Mit dem Periskop können Erwachsene den Straßenraum aus der Augenhöhe eines Kindes erleben und so unmittelbar nachvollziehen, wie eingeschränkt Kinder ihre Umgebung und den Verkehr wahrnehmen.
Parkende Fahrzeuge, Mauern, Hecken oder andere Hindernisse können aus Kinderperspektive die Sicht stark beeinträchtigen. Der KinderBlick Checker macht diese Unterschiede sichtbar und lud dazu ein, das Schulzentrum und den angrenzenden Straßenraum einmal bewusst aus Sicht von Kindern zu betrachten.
Ziel ist es, für mögliche Sichtbarrieren und Gefahrenstellen zu sensibilisieren und den Blick für einen sicheren, übersichtlichen und kindgerechten öffentlichen Raum zu schärfen.
LH-Stellvertreter und Verkehrslandesrat Stefan Schnöll sowie die Salzburger Stadtregierung präsentierten das Salzburger S-Bike und sammelten Bingo-Felder für Klima und Umwelt
„Mit dem S-Bike fahren“: Check. Bingo! Endlich es da, das Salzburger S-Bike und die Reihe im Mobilitätsbingo ist komplett. Das Salzburger S-Bike ergänzt das bestehende Mobilitätsangebot und bietet eine attraktive Möglichkeit, kurze und mittlere Strecken flexibel, bequem und emissionsfrei zurückzulegen.
Die Europäische Mobilitätswoche war der ideale Anlass, um das S-Bike einmal auszuprobieren und mitzuspielen beim Mobilitätsbingo. Mit dem Promocode kann das S-Bike kostenlos ausprobiert werden.
Bis Ende des Jahres wird das System schrittweise ausgebaut, bis letztlich an 65 Stationen im ganzen Stadtgebiet über 600 leistungsstarke E-Bikes ausgeliehen und wieder zurückgegeben werden können. Das S-Bike-System ist als klassisches Bikesharing für die erste und letzte Meile konzipiert und als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr gedacht. Daher ist die erste halbe Stunde für Klimaticketbesitzer gratis. Der Start des Bikesharings war Mitte August mit rund 200 Rädern.
Beim Autofreien Tag gehörte das Kapruner Ortszentrum einen Tag lang den Menschen. Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und neue Ideen für eine Mobilität der Zukunft standen im Fokus.
Highlight beim Fest war die offizielle Vorstellung der E-Graxn durch Bürgermeister Domenik David.
Dank der Unterstützung der KEM Pinzgau steht das E-Lastenfahrrad künftig in Kaprun und in Zell am See zur kostenlosen Ausleihe bereit – praktisch und jederzeit für alle zugänglich.
Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche lud die Gemeinde Koppl zu einem Nachmittag rund ums Radfahren ein. Sechs Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, ihr E-Bike besser kennenzulernen und sich Anregungen für die nächste Radreise zu holen.
Zuerst ging es ans Kennenlernen des eigenen Rades: Welche Unterstützungsstufen gibt es, wie funktioniert das Display, worauf ist beim Akku zu achten? Beim Check vor der Fahrt wurden Reifendruck, Bremsen, Licht und Sattelhöhe kontrolliert. Danach wurde geübt. Das sichere Auf und Absteigen stand am Anfang, denn gerade beim Anfahren mit Motorunterstützung passieren viele Stürze. Beim Bremsen lernten die Teilnehmenden, beide Bremsen dosiert einzusetzen und den Bremsweg richtig einzuschätzen. Abschließend ging es auf unterschiedliche Untergründe wie Asphalt, Schotter und Wiese, um ein Gefühl für Grip, Gewicht und Balance zu bekommen. Viele waren überrascht, wie viel Sicherheit schon eine Stunde gezieltes Üben bringt.
Im Anschluss nahm Egon Leitner, Fahrradbeauftragter der Gemeinde Koppl, die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf den Donauradweg. Die rund 230 Kilometer von Linz nach Wien zählen zu den beliebtesten Radstrecken Europas: flach, gut beschildert und landschaftlich abwechslungsreich, vom Strudengau über die Wachau bis nach Tulln und Wien.
Einen Vorgeschmack auf die Europäische Mobilitätswoche gab schon der Motorfreie Tag rund um den Obertrumer See Ende August, an dem sich die drei angegrenzenden Gemeinden Seeham, Obertrum und Mattsee beteiligten.
Die Straßen rund um den See waren für den Autoverkehr von 11 bis 18 Uhr komplett gesperrt und boten Platz für Begegnung, Bewegung und bewusstes Erleben. Ob mit dem Fahrrad, dem E-Bike, zu Fuß oder mit dem Kinderwagen – beim motorfreien Tag rund um den Obertrumer See im Rahmen des Salzburger Bauernherbstes geht es um sanfte Mobilität, Entschleunigung und das gemeinsame Genießen der Natur. Ob in sportlichem Tempo oder genussvoll langsam.
Die Maxglaner Hauptstraße in der Stadt Salzburger verwandelte sich in eine autofreie Flaniermeile – und in eine bunte Erlebniswelt für Groß und Klein. Der öffentliche Raum wurde mit Spielangeboten, Musik, Live Acts und Kulinarik bespielt.
Besonderes Highlight: Ralley barrierefrei
Ausgerüstet mit Dunkelbrille, Blindenstock oder Rollstuhl konnten Besucher:innen einen Parcours absolvieren und dabei alltägliche Wege aus einer anderen Perspektive erleben.
Den ganzen September lud die Aktion „Alles radlbar“ dazu ein, kurze Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und dabei die vielfältigen Geschäfte, Cafés und Gastronomiebetriebe im Zentrum von Saalfelden zu entdecken. Über 80 Betriebe beteiligten sich an der Aktion und machten es möglich, dass unter den Teilnehmenden des Gewinnspiels über 70 Preise verlost werden konnten.
Die Aktion verband dabei gleich mehrere Ziele: Sie sollte Lust aufs Alltagsradeln machen, die Vielfalt der Betriebe im Saalfeldner Zentrum sichtbar machen und zeigen, wie gut sich kurze Wege mit dem Fahrrad erledigen lassen. Mitmachen konnten alle Interessierten, entweder über die Österreich radelt App oder mit einem gedruckten Sammelpass.
42 Gemeinden: Altenmarkt im Pongau, Anif, Anthering, Bergheim, Berndorf bei Salzburg, Bischofshofen, Bruck an der Großglocknerstraße, Bürmoos, Dorfbeuern, Ebenau, Eugendorf, Göming, Grödig, Großgmain, Henndorf am Wallersee, Kaprun, Köstendorf, Lamprechtshausen, Mattsee, Mauterndorf, Neumarkt am Wallersee, Nußdorf am Haunsberg, Oberndorf bei Salzburg, Obertrum am See, Rauris, Saalfelden am Steinernen Meer, Salzburg, Schleedorf, Seekirchen am Wallersee, Seeham, St. Andrä im Lungau, St. Georgen bei Salzburg, St. Johann im Pongau, Straßwalchen, Taxenbach, Thalgau, Unken Wals-Siezenheim, Weißbach bei Lofer, Werfenweng, Zell am See
19 Bildungseinrichtungen: MS Bürmoos, SMS Altenmarkt, VS Anif, VS Bad Hofgastein, VS Ebenau, VS Eugendorf, VS Hollersbach, VS Michaelbeuern, VS Nußdorf am Haunsberg, VS Saalfelden 2, VS Seeham, VS Seekirchen, VS St. Andrä im Lungau, VS St. Johann am Dom, VS St. Margarethen, VS St. Michael, VS Radstadt, VS Thalgau, VS Unken
7 Organisationen/Betriebe: Salzburger Verkehrsverbund, ÖBB, Alpenverein Salzburg, PLUS Region (Neumarkt), dm drogerie markt, Initiativkreis Maxglaner Wirtschaft, Österreichischer Alpenverein
4 Regionen: KEM Pinzgau Nationalparkregion, LEADER Region Flachgau Nord, LEADER Region Saalachtal, KEM Nachhaltiges Saalachtal, Regionalverband Salzburger Seenland
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