Bertram Knappitsch und Marie-Therese Vollmer, zwei Kärntner Filmprofis, sind die Masterminds hinter dem Projekt „Kinder machen Kino“. Sie finalisieren die Filme und machen sie fertig für die Projektion auf der großen Kinoleinwand. Bertram Knappitsch, der bei jedem Film auch die Verantwortung für Regie, Kamera und Bildschnitt trägt, ist glücklich über dieses Projekt: „Die Kinder sind mit Freude und Eifer dabei. Und sie sehen sich ihre eigenen Filme immer mit großer Aufregung an.“
Aus einer spontanen Idee für die Kleinsten ist etwas Großes geworden. Vor acht Jahren hatte Bertram Knappitsch den Einfall: „Warum nicht einen Film gemeinsam mit Kindern produzieren? Wir könnten gemeinsam eine Geschichte und ein Drehbuch entwickeln, mit Spielfiguren und Stofftieren Szenen spielen, den Film drehen, und ihn dann auf einer großen Leinwand zeigen. Ein einziger Film bietet genügend Aufgabenfelder für eine ganze Kindergartengruppe.“ Gedacht – Getan. Seither sind acht Kurzfilme (6 – 12Min.) von Kindern für Kinder entstanden.
Den Auftakt machte 2018 der Trickfilm „Elina und der Elefant“. Man kann sich vorstellen, wie groß das Vergnügen war, gemeinsam diese Geschichte zu entwickeln. Danach haben die Kinder das Storyboard gezeichnet, Stofftiere und Figuren ausgesucht, Kulissen gestaltet, die filmische Handlung gespielt und die Dialoge eingesprochen. Alle, die wollten, durften Kamerakind sein.
Weitere Profis der Kärntner Filmbranche unterstützen das Projekt und verpassen den Filmen einen exquisiten, kinoadäquaten Feinschliff: So steuert etwa Manfred Plessl die Filmmusik bei und Andreas Frei perfektioniert Tonmischung und Sounddesign. Das Ergebnis sind filmische Werke, die die kindliche Ideenwelt mit den Werkzeugen des großen Kinos darstellen.
„Kinder machen Kino“ ist mehr als Spaß und Kreativität. Die Kinder setzen sich im frühen Alter mit dem Medium Film auseinander und erwerben Medienkompetenz, sie tragen mit ihren jeweiligen Stärken zu einem großen, gemeinsamen Projekt bei und erleben Teamwork. Zugleich beschäftigen sie sich mit großen, gesellschaftlichen Themen. Die Filme, die bisher entstanden sind, handeln von Klimaschutz, Energie, Plastik, Demokratie, Abenteuer, Planet Erde, Bauen & Wohnen. 2025 wurde das Thema Wald als Lernraum verfilmt: Lernen im Grünen. Es verbindet dokumentarische Filmarbeit mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung im Volksschulbereich. 23 SchülerInnen der 4cM der VS 10 Theodor-Körner-Schule in Klagenfurt setzten sich filmisch mit dem Thema „Wald als Lernraum“ auseinander – unterstützt durch das Klimabündnis Kärnten, WaldpädagogInnen sowie einem professionellen Filmteam.
Der Produktion erstreckte sich über mehrere Wochen zwischen März und Juni 2025. Der zentrale Drehtag fand im Mai am Kreuzbergl statt. Die theoretische Vorbereitung umfasste unter anderem einen Vortrag von Mag. Christian Salmhofer, der auf altersgerechte Weise ökologische Zusammenhänge und den Klimabezug des Waldes aufbereitete.
Das Projekt Lernen im Grünen ist ein Musterbeispiel für gelungene Bildungsarbeit im Schnittfeld von Klima, Umwelt und kreativer Medienproduktion. Es stärkt bei Kindern nicht nur ein nachhaltiges Naturbewusstsein, sondern auch ihre Fähigkeit zur gestalterischen Mitbestimmung in gesellschaftlichen Fragen. Als Teil der Reihe Kinder machen Kino steht dieses Projekt exemplarisch für innovative und wirkungsvolle Bildungsformate in Kärnten – mit Strahlkraft weit über den Schulkontext hinaus. 2026 werden zwei Kinder machen Kino Filme realisiert: Hitze & Ernährung
Ein filmisches Bildungsprojekt der VS 10 Theodor-Körner-Schule Klagenfurt in Kooperation mit dem Klimabündnis Kärnten.
Zeitraum: März bis Juni 2025 | Premiere: 2. Juli 2025
Ablauf und Umsetzung
Die SchülerInnen entwickelten in Gruppen erste Filmideen, beobachteten beim Waldtag aktiv mit der Kamera, und reflektierten gemeinsam, wie Lernen in und mit der Natur funktioniert. Die Umsetzung wurde durch die Pädagogin Eva Glantschnig eng mit dem Unterricht verknüpft, wodurch eine ideale Integration in den Gesamtunterricht entstand.
Ergebnisse und Präsentation
Die Premiere des Films erfolgte am 2. Juli 2025 im Rahmen der Schlussveranstaltung der Klasse 4aM in der VS 10. LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen und ProjektpartnerInnen reagierten mit durchgehend positivem Feedback. Besonders erfreulich war die Rückmeldung seitens der WaldpädagogInnen, die das Projekt als sehr gelungen und zukunftsweisend für die pädagogische Praxis bezeichneten.
Die Direktorin der Schule sowie die projektverantwortliche Pädagogin zeigten sich hochzufrieden mit der Wirkung und der Qualität des Films. Der Film wird künftig im Rahmen der waldpädagogischen Arbeit an der Körnerschule verwendet – als dokumentarisches Lehrmaterial und Impulsgeber für zukünftige Lernerfahrungen im Naturraum.
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